Wählen wie geht das?

Einige Wochen vor der Bundestagswahl bekommt jeder Wahlberechtigte eine Wahlbenachrichtigung per Post.  Sie enthält u. a.  folgende Informationen:

  • Vorname und Name
  • Nummer des Wahllokales inkl. Anschrift
  • Datum des Wahltages

 

Jeder hat 2 Möglichkeiten seine Stimme abzugeben:

  • Urnenwahl am Wahltag (im Wahllokal)
  • Briefwahl

Bei beiden Varianten hat der Wähler 2 Stimmen:

Erststimme

(Direktkandidaten des Wahlkreises)

Es gibt 299 Wahlkreise in Deutschland

Die Menge der Wahlkreise eines Bundeslandes wird durch die Einwohnerzahl bestimmt

  • Nordrhein- Westfalen (17,6 Mio. Einwohner) hat die meisten Wahlkreise mit 64
  • Bremen (0,7 Mio. Einwohner) hat mit 2 Wahlkreisen die wenigsten

Die Wahlkreise sollen ungefähr eine gleich große Anzahl von Einwohnern umfassen.

Jeder Wahlkreis umfasst ca. 275.000 Einwohner

Jeder Wahlkreis entsendet einen, nach Mehrheitswahlrecht gewählten, Direktkandidaten in den Bundestag ( 299 Direktkandidaten mit der Erststimme gewählt)

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

Wie wird der Bundestag zusammengesetzt:

  1. Direktkandidaten (Erststimme) sind direkt im Bundestag
  2. Kandidaten der Landeslisten folgen (Zweitstimmen)
  3. Überhang- und Ausgleichsmandate stellen sicher, dass die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag dem Anteil der Zweitstimme entsprechen

Zweitstimme

(Kandidaten der Landesliste)

Ist wichtiger als die Erststimme

Entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag

Hat eine Partei zum Beispiel 25% der Zweitstimmen gewonnen, bekommt sie auch 25 % der Sitze im Bundestag

Die Zweitstimme zählt nur wenn eine Partei mindestens 5 % der Zweitstimmen gewonnen hat oder 3 Wahlkreise direkt gewonnen hat

  • Die Wähler entscheiden mit der Zweitstimme über die Landesliste einer Partei
  • Auf dieser Liste stehen die Kandidaten die eine Partei in den Bundestag schicken will
  • Die Reihenfolge ist wichtig, denn wer oben steht kommt eher in den Bundestag